Familie von Rabenstein

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Hallo, ich hoffe, man kann mir hier Hinweise geben, wie ich vorgehen könnte.

Meine Oma (geboren 1920) hatte vor ihrer Heirat den Namen von Rabenstein.
Nein, das war zumindest damals nichts Adeliges mehr, denn ihr Vater, meinem Urgroßvater, gehörte damals eine Bäckerei in Hof/Saale.
Aus der Familie gibt es auch einen Siegelring mit einem Raben, der dem Raben im Wappen der Burg von Rabenstein (Oberfranken) sehr ähnlich sieht. Nur zumindest laut Wikipedia soll das Geschlecht der von Rabensteins dort 1742 ausgestorben sein.

Irgendwie passt alles nicht zusammen: In der Familie wurde immer gesagt, die von Rabensteins wären früher wohl ein altes Raubrittergeschlecht gewesen. Allerdings habe ich da keine Belege und komme auch nicht weiter. Bis zu meiner Oma und ihrer Schwester, also meiner Großtante, wurde die Geschichte wohl weitergegeben. Nur mein Vater, also ihr Kind, hatte wohl keinerlei Interesse und ich war damals, als sie noch lebten auch nicht so interessiert und auch zu klein, dass ich richtig zuhörte. Leider!

Ich weiß noch von einer Wanderung zur Burg Rabenstein, als ich noch klein war und da hieß es dann, die Burg hätte mit uns nicht viel zu tun, eben im Spätmittelalter hätte es Familienfehden gegeben und der Teil, aus dem wir dann hervorgegangen sind, waren eben die Raubritter.

Was da wahr ist, was nicht, weiß ich nicht. Ich weiß nur, dass mein einer Urgroßvater ein von Rabenstein war und drei Töchter hatte, von denen eine an einer eigentlich vererbbaren Nierenkrankheit im zweiten Weltkrieg starb, weil es dort die nötigen Medikamente nicht mehr gab und die anderen beiden, meine Oma und Großtante eben heirateten und somit die Namen ihrer Ehemänner trugen. Sie hatten die Nierenkrankheit nicht.
Auch interessant finde ich, dass mein Urgroßvater seinen Töchtern von einem befreundeten Schreiner eine Puppenküche machen ließ, damit das vorhandene Spielzeug der Vorfahren (wohl Geschirr und Kochutensilien) endlich einen passenden Raum hätte. Im Krieg, als die Amerikaner nach Hof kamen, wurde die Backstube, die dabei war mitgenommen. Ob auch von der Küche und von der guten Stube etwas fehlt, weiß ich nicht. Aber die übrig gebliebenen Teile ließ ich einmal begutachten und da kam dann heraus, dass eben fast alles gut bürgerliche Sachen wären, teilweise so ab 1850, aber eine Zuckerschale und drei Kaffeetassen, die auch etwas größer sind, als das andere alte Puppengeschirr, wären wohl nur etwas für höhere Töchter gewesen, vor allem der echtsilberne Zuckerlöffel faszinierte den Experten damals.

Jetzt, da meine Eltern eben älter werden, merke ich, dass ich schon gerne mehr über meine Vorfahren wissen würde, es aber teilweise Riesenlücken gibt. Also selbst ein Stammbaum wäre aktuell mehr Löcher als Inhalt und hört bei der Generation meines Urgroßvaters auf.
Über den Namen und die Verbreitung/Bedeutung des Nachnamens Rabenstein findet man online etwas, nur wenn man dann noch das "von" dazu gibt, wird es ganz mager. So in der Richtung alle schon lange ausgestorben. Aber zumindest um 1900 gab es ein von Rabenstein durch unsere Familie.

Vielleicht kann mir hier jemand Tipps geben, wie ich vorgehen könnte, an wen ich mich wenden könnte, Literatur/Webseiten, etc.
Ich würde mich sehr freuen

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